Bericht von Alexander Moritz

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Das Oman Tourist Board lud zu einem 2-tägigen Workshop im Oman ein, an dem fast 100 Mitarbeiter von deutschsprachigen Reiseveranstaltern teilnahmen. Das gab uns die Gelegenheit, unseren Reiseveranstaltern auf einer Post-Tour das Land auf der arabischen Halbinsel näher zu bringen.

Tag 1-3: Zunächst trafen wir uns am Flughafen in Frankfurt, um mit der mehrfach ausgezeichneten Airline Oman Air einen entspannten Flug nach Muscat anzutreten. Mit dem individuellen Bordentertainment und dem ausgezeichneten Service an Bord verging die Zeit wie im Flug und so landeten wir voller Vorfreude am späten Abend in Muscat. Während wir uns in der VIP Plaza Premium Lounge erfrischen und stärken konnten, wurden für uns sämtliche Einreiseformalitäten erledigt. Ansonsten würde man den Visaantrag am Flughafen in Muscat ausgehändigt ab ca. 10 EUR bestätigt bekommen. Schon nach kurzer Zeit befanden wir uns im Bus und fuhren in ca. 60 Minuten zu unserem ersten Hotels bzw. dem Ort unseres 2-tägigen Workshops. Shangri-La´s Barr Al Jissah Resort & Spa besteht aus drei verschiedenen Hoteleinheiten und liegt direkt an einem privaten Strand. Das Al Waha ist eher auf Familien ausgerichtet während das Al Husn separat auf einer Anhöhe liegt  und Oman Beach Hotelsich an Paare sowie Alleinreisende mit einem besonderen Anspruch an Service und Luxus richtet. Unser Hotel Al Bandar wurde dem alten Teil von Muscat nachempfunden und sollte mit all seinen Annehmlichkeiten für die nächsten 3 Nächte unser Zuhause sein. Nach einem ausgiebigen und abwechslungsreichen Frühstück begann der Workshop, in dem die Teilnehmer in verschiedene Gruppen aufgeteilt wurden. Nachdem wir den Service von Oman Air bereits selber erleben durften, bekamen wir in dem Workshop noch ein  paar Informationen über die Fluggesellschaft. Oman Air fliegt aus dem deutschsprachigen Raum von Frankfurt, München und Salzburg nach Muscat und bietet hervorragende Weiterverbindungen z.B. auf die Malediven, Bangkok, Sri Lanka und Indien. Bis 2015 wird ein neuer Flughafen in Muscat erbaut, der den Ansprüchen der steigenden Touristenzahl gerecht wird.Oman Luxury Hotel Pool

Ebenfalls wurden uns Bilder von dem großartigen Royal Opera House sowie der Regionen um Salalah und Musandam gezeigt, die leider nicht zum Bestandteil unserer Post-Tour wurden. Salalah wird auch das Land des Weihrauchs genannt, verfügt über einen 15km langen Sandstrand und beherbergt aufgrund seines Klimas einen subtropischen Plantagengürtel. Aufgrund von angenehmeren Temperaturen eignet sich diese Region hervorragend zum Badeurlaub für Touristen und Einheimische.

In Musandam befindet sich das für Taucher hervorragend geeignete und beeindruckende Unterwasserparadies und eine faszinierende Fjordlandschaft. Als beste Reisezeit wurde uns der Zeitraum von Oktober bis März empfohlen, da es in den Sommermonaten mitunter sehr heiß werden kann.

Während dieser ersten Tage besichtigen wir noch ein paar sehr schöne und luxuriöse Hotels. Das Hotel The Chedi beeindruckt mit dem längsten Pool auf der arabischen Halbinsel und seiner modernen und luxuriösen Bauweise. Das zu den „leading hotels of the world“ gehörende 5*-Al Bustan Palace war Schauplatz unseres Gala-Abends am Strand. Nachdem wir uns die Suite angeschaut haben, in der z.B. auch schon Nicolas Sarkozy gewohnt hat, wurden wir mit frischen Meeresfrüchten, gegrilltem Fleisch und gekühlten Getränken verwöhnt. Das 5* Strand-Hotel überzeugt mit seiner luxuriösen Ausstattung, seinen palmengesäumten Garten und schönem Swimming-Pool. Das Intercontinental liegt zentral in Muscat und eignet sich aufgrund seiner Nähe zur Royal Opera für Musik- und Kulturfreunde. Das arrivierte 5*-Hotel war eines des ersten Hotels in Muscat und bietet seinen Gästen einen schönen Garten, direkte Strandnähe und eine anspruchsvoller Ausstattung.

Oman große Moschee MuscatTag 4: Nach dem wir im Workshop viel über den Oman erfahren haben, freuten wir uns darauf, Land und Leute auf unserer Post-Tour nun selber kennenlernen zu können. So blieben wir zunächst einen weiteren Tag in Muscat und ließen uns von unserem Reiseleiter und unserem Fahrer zu den Highlights der Stadt fahren. Unser Fahrer stellte sich im Verlauf der Tour als wahres Multitalent heraus. Mit Michael Jackson-Imitationen, Beat Box und Gesangseinlagen war die Stimmung im Bus super und somit stiegen wir stets bestens gelaunt mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Bus. Zunächst besichtigten wir die große Moschee, deren nachts leuchtende Kuppel wir schon bei unserer Ankunft bzw. bei der Fahrt zum Hotel bewundert haben. Der erste Eindruck aus der Ferne sollte uns nicht täuschen, denn im Inneren wartete auf uns ein architektonisches, beeindruckendes und prunkvolles Bauwerk. Eine große Kuppel mit einem 8 Tonnen schweren Kronleuchter bildet den Mittelpunkt der Moschee. Der Kronleuchter besteht aus puren Swarowski Kristallen und taucht mit seinen „kleinen Brüdern“ den großen Innenraum in ein schönes Licht. Insgesamt wurde nur mit den besten Materialien gearbeitet. So besteht der handgefertigte Teppich aus feinster persischer Seide und Säulen aus italienischem Marmor stützen die gewaltige und kunstvolle Decke. Im Anschluss stürzten wir uns in die Souks und deckten uns mit Souvenirs und Gewürzen ein. Zum Mittagessen verwöhnte uns das Al Bustan Palace wieder einmal mit seinen Köstlichkeiten. Nach dem Essen erkundeten wir auf dem Seeweg die Küste von Muscat. Steil ins Meer abfallende Felsen, luxuriöse Hotels mit privaten Stränden, der Sultanspalast und die Promenade Muscats zogen ans uns vorbei, im Hintergrund stets Oman Coast Boattripumrahmt von dem imposanten Gebirge. Wieder festen Boden unter den Füßen besichtigten wir das 5*-Hotel Grand Hyatt. Das Strandhotel ist sehr zentral gelegen und erfüllt höchste Urlaubsansprüche. Nach der Besichtigung durften wir die berühmte Gastfreundschaft der Omanis kennenlernen. Unsere „Gastfamilie“ verwöhnte uns mit einem reichhaltigen Abendessen und köstlichen Nachtischen und als letzte Site Inspection des Tages gab es auch noch eine Wohnungsbesichtigung. Künstlerisch untermalt wurde dieser schöne Abend wieder von unserem Fahrer und für das Familienalbum haben wir zum Abschluss noch ein Foto gemacht. Müde von den vielen Eindrücken des Tages fuhren wir in unserer Nachtquartier, dem 4* Hotel El Falaj.

Tag 5: Am nächsten Tag tauschten wir unseren Bus gegen ein paar Jeeps, um uns am Nachmittag auf den Weg in die Berge zu machen. Zuvor besichtigten wir die Festung von Nakhl, welche vor der gigantischen Kulisse des Bergmassivs und einer großen Palmenoase steht. Die Festung wurde mehrfach restauriert und erweitert und gibt einen Einblick in die geschichtsträchtige Vergangenheit. Die Palmenoase ist einer der wichtigsten Anbaugebiete für Datteln, die man allerorts angeboten bekommt. Von dort aus fuhren wir zu den Al-Thowarah Quellen, in denen man die Füße im Wasser baumeln Oman Jeep Tour Hajar Gebirgelassen kann. Anschließend wurde einige unserer Mitreisenden bezüglich ihrer Schwindelfreiheit auf eine harte Probe gestellt, denn es ging nun endlich hinauf in die Berge. Teilweise über Offroad-Straßen durchquerten wir mit unseren 4x4 Fahrzeugen wir das Hajar-Gebirge, auf der einen Seite massive Felsformationen und zur anderen Seite steil abfallende Canyons liegend. Hier befinden sich auch die höchsten Berge des Omans, der Jebel Al-Akhdar und der Jebel Schams, mit fast ca. 3000m der höchste Berg des Landes. Nach einem Mittagessen in einer omanischen Familie in den Bergen fahren wir weiter zum Bergdorf Bilad Syat, einem verwunschenen, alten Lehmdorf. Die Aussichten während dieser Fahrt sind atemberaubend, auch da sich das Gebirge in seinem Aussehen von unseren europäischen Gebirgen unterscheidet. In den Bergen auf dem Oman Bergdorf Bilad SyatSaiq-Plateau besichtigen wir das 3*Hotel Sahab, welches einen tollen Ausblick auf die bergige Landschaft und die Canyons hat. Ich selbst fühlte mich ein wenig an den Blyde River Canyon in Südafrika erinnert. Das Hotel selbst hat einen sehr guten Standard, eine schöne Gartenanlage mit Pool und bietet seinen Gästen momentan 27 Zimmer. Die Kapazitäten werden aktuell erweitert und es werden weitere Zimmer errichtet. Nach dem Essen fuhren wir zu unserem 2*Hotel Jebel Akhdar, wo wir bei Temperaturen von etwas über 20 Grad endlich mal durchatmen und bei offenem Fenster schlafen konnten.

Tag 6: Nach dem Frühstück verließen wir die Berge und machten uns auf den Weg Richtung Nizwa. Unterwegs besichtigten wir das imposante Jabreen Castle, eine Festung aus dem Jahr 1670, in der sich seinerzeit  Philosophen, Literaten, Künstler und Musiker trafen. In Nizwa streiften wir durch die Souks auf der Suche nach dem Mitbringsel für die Liebsten zu Hause und was sonst sollten hier viele von uns kaufen….Datteln in jedweder Qualität und Geschmacksrichtung. Besonders gut gefiel uns, dass die Souks von einer Art Stadtmauer bzw. Festung umgeben waren. Unsere Mittagspause verbrachten wir im Mittelklassehotel Falaj Daris, welches in der Nähe der Altstadt liegt und über 55 Zimmer verfügt. Weiter ging es zu einem weiteren Höhepunkt unseren Oman-Reise, in die Wüste Wahiba Sands. Wahiba Sands ist die größte Sandwüste des Landes und Oman Jeep Desert Camelsumfasst eine Größe von 15.000 qkm. Standesgemäß wurden wir hier gleich mal von ein paar Kamelen begrüßt, die für ein paar kleine Streicheleinheiten auch die Fotos über sich ergehen ließen (siehe Galerie). Zunächst checkten wir in unsere Unterkunft Arabian Oryx Camp ein und bezogen unsere zweckmäßig eingerichteten Bungalows. Dann wurden die Fahrkünste der Fahrer, die Fahrzeuge und auch unsere Teilnehmer auf eine harte Probe gestellt, denn es folgte eine Fahrt in die Dünen. Zwischen Panik, leichtem Unwohlsein, Freude oder Euphorie waren alle Emotionen innerhalb der Gruppe vertreten, doch am Ende wurde alle mit einem tollen Ausblick über das Dünenmeer belohnt. Der erhoffte Sonnenuntergang blieb aber leider aus, stattdessen kam wenig später der Mond hinter einer Düne hervor und brachte jedem ein schönes Fotomotiv. Das Abendessen erfolgte in unserem Camp und wir saßen noch bis tief in die Nacht unter freiem Himmel und lauschten der ohrenbetäubenden Stille der Wüste.

Tag 7: Nach dem Frühstück im Camp fuhren wir ein paar Meter weiter zur Site Inspection des Desert Nights Camps. Die Bungalows sind luxuriös Oman Desert Night Campsund geschmackvoll eingerichtet und im Gegensatz zum Oryx Camp kann man dort seine Mahlzeiten draußen einnehmen. Im Anschluss fuhren wir zurück in die Zivilisation und machten Halt an dem Wadi Bani Khalid. Dieses Wadi gehört sicher zu den schönsten des Landes. Von Palmen umsäumt trafen wir auf tiefes und türkisfarbenes Wasser, von dessen Ufersteinen sich einheimische Jugendliche in Kunstturnen bzw. Turmspringen versuchten. Wir zogen es vor, unsere Füße zu kühlen und von den Knabberfischen säubern zu lassen. Wer dem Lauf des Wassers folgt, wird in ein paar Hundert Meter von einem Wasserfall belohnt. Wir fuhren weiter nach Sur und freuten uns über einen langen Sandstrand und ein unseren Namen rufendes Meer. Aus Zeitgründen gingen wir aber direkt über zur Besichtigung der Dhow-Werft, in der die bekannten Holzboote hergestellt werden.  Mit Erklärungen eines Oman Birmah SinkholeFachmannes ist dieser Besuch auf jeden Fall lohnenswert, nur zum Schauen alleine wären wir im Nachhinein lieber dem Ruf des Meeres gefolgt.

Anschließend ging es weiter Richtung Muscat, zur Bimah Sinkhole. Früher handelte es sich dabei um eine Höhle, heute befindet sich dort ein riesiges Wasserloch mit kristallklarem Wasser. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall die Badehose einzupacken und den Sprung zu wagen. Wir nutzten diesen Stopp für ein Picknick unter den schattenspendenden Bäumen, bevor wir uns auf eine Weiterreise Richtung Marina Sifah begaben. In dem Boutique-Hotel Sifawy Spa nutzten wie die Zeit für eine kleine Pause und eine Site Inspection. Gerne wären wir noch länger geblieben, um die Ruhe, den Hafen und den Strand des Ortes zu genießen. Um der bergigen Straße entlang der Küste zu entgehen, fuhren wir erneut mit Boot Richtung Muscat.

War uns der Sonnenuntergang in der Wüste noch verwehrt, so sahen wir die Sonne hinter den Hajar-Gebirgszügen allmählich untergehen.  Unsere letzte Site Inspection und Henkersmahlzeit vor unserem Heimflug absolvierten wir im 4*-Hotel Crown Plaza in Muscat. Das Hotel liegt oberhalb vom Strand und bietet einen tollen Ausblick auf das Meer und die Küste und verfügt über eine kleine private Badebucht. Die letzte Mahlzeit im Oman stellte sich als opulentes Barbecue heraus und ein letztes Mal kamen wir in den Genuss von frischen Meeresfrüchten. Gesättigt und im wahrsten Sinne des Wortes rundum zufrieden fuhren wir zu unserem Ausgangspunkt der Reise zurück, zum Hotel Shangri-La. Unsere Agentur überraschte uns dort mir VIP-Karten für ein Konzert von Tom „Tiger“ Jones, der erstaunliche Fitness bewies und uns einen Hit nach dem anderen servierte. Auch die Jüngeren unter uns wunderten sich über zahlreiche bekannte Hits und die Coolness der grauen Eminenz auf der Bühne. Glücklich, ausgepowert und wohl „temperiert“ sind wir nach dem Konzert mit einer Limousine zum Flughafen gebracht worden – wie es sich für VIP-Gäste gehört - und traten unseren Heimflug nach Frankfurt an.

Mein Fazit: Von Oktober-April ist der Oman ein ideales Reiseziel für alle, die Kultur & Geschichte, Strand und Abenteuer miteinander kombinieren möchten. Der Hotelstandard - egal in welcher Kategorie - ist gut und die Sauberkeit in den Anlagen sowie im ganzen Land ist vorbildlich.  Das Land ist viel zu vielfältig, als das man seine Zeit nur an den schönen Stränden verbringt. Auch wenn die teils luxuriösen Hotels an den Küsten Sie dazu verleiten, nutzen Sie die Gelegenheit dieses spannende Land, seine Bewohner und deren Gastfreundschaft kennen zu lernen! Denn wo sonst kann man nach einer Flugzeit von 6,5 Flugstunden so eine perfekte Urlaubskombination vorfinden. Rufen Sie uns an, unsere Partner-DMC Arabian Explorers wird Ihnen gerne ein passendes Programm zaubern: +49 6104 780480!

Hier finden Sie eine Galerie mit wunderschönen Bildern aus dem Oman!