Reisebericht von Doris Köpf-Szankovich

banner iran kl

 

In Zusammenarbeit mit unserer Partner-DMC RAD Travel und mit der Unterstützung von Austrian Airlines reisten von 13.-18.09.2018 5 österreichische Agents, begleitet von Thomas Drescher/Austrian Airlines und Doris Köpf/STR Destination Handling in den Iran. Unter dem Motto "6 Days of Persian Hospitality" erlebten wir alle eine Reise, auf die wir uns riesig gefreut hatten, die aber alle unsere Erwartungen noch übertroffen hat!

Nach einem angenehmen Flug mit Austrian Airlines erfolgte um 20 Uhr eine pünktliche Landung in Teheran, wo wir direkt am Flugzeug herzlich in Empfang genommen wurden, um in einem Mercedes-Bus zum VIP-Terminal zu gelangen. Während wir in bequemen Sitzgruppen auf unsere Visa upon Arrival (wird von RAD Travel jederzeit gegen Gebühr organisiert) warteten, wurden unsere Baggage Tags eingesammelt und unser Gepäck vom Förderband geholt. Vom Flughafen ging es direkt ins Hotel Espinas Persian Gulf, wo nur wenige Wochen vorher auch Vladimir Putin genächtigt hat.

Am nächsten Tag standen die Besichtigung des Golestan-Palastes und des Archäologischen Museums auf dem Programm, bevor es am Abend noch per Flugzeug nach Shiraz ging, wo wir im sehr großen und modernen Shiraz Grand Hotel eincheckten. In Shiraz begeisterte uns die Nasir-ol-Molk Mosque (Pink Mosque) mit ihren farbigen Mosaik-Fenstern, wir genossen die Ruhe und die Pracht des Narenjestan-Gartens und wir standen am Grabmal des Dichters Hafez, um unserem exzellenten Reiseleiter Hassan beim Rezitieren zu lauschen. Ein Besuch des Vakil-Basars erfreute unser aller Shopping-Herz, bevor wir auch noch den Heiligen Schrein von Shah Cheragh besuchten. 

Am nächsten Morgen ging es mit dem Luxusbus von RAD Travel nach Persepolis und Nekropolis. Der Bus ist ein 56-Sitzer, ausgestattet mit nur 20 Liegesesseln. W-Lan und USB-Lademöglichkeit gibt es in jedem Sitz. Dieser Bus kommt für alle Gruppen bis 20 Teilnehmer zum Einsatz. Diese Besichtigung ist unglaublich beeindruckend, und wir konnten in unserem Luxusbus auf der doch weiten Strecke nach Isfahan in aller Ruhe darüber nachsinnen. Ein spätes Mittagessen in einem gemütlichen Bauernhaus war schon fast unwirklich schön! Die Übernachtung in Isfahan erfolgte im Abbasi Hotel, das der Regierung und auch zum UNESCO-Kulturerbe gehört. Hier muss man ehrlich sagen, dass dieses Hotel kein 5* Haus ist, aber doch ein besonderes Flair und auch einen wunderschönen Innengarten hat.

Isfahan entdeckten wir vom Naghsh-e Jahan Square aus, dem zweitgrößtem Platz der Welt, umgeben von der Sheikh Lotfollah Mosque und dem Alighapoo Palast. Ein Besuch der armenischen Vank Kathedrale, einer Teppichknüpferei und dem Basar rundeten den Tag ab. Am Abend waren wir privat bei einer Familie zum Abendessen eingeladen, wo wir nochmals die Vielfalt der persischen Küche genießen konnten, aber auch viel über das Leben im Iran erfahren haben.

Nach dem Frühstück ging es nach Kashan, wo wir den Fin Garten und das Boroujerdi House sowie eine Rosen-Destillerie besuchten, bevor wir nach Quom fuhren. Dass an diesem Tag einer der Höhepunkte des Trauermonats zelebriert wurde, ermöglichte uns eine noch tieferen Einblick in das Leben der Iraner.

Fazit:

  • Zusammenfassend ist der Iran mehr als nur eine Reise wert!
  • Die Bevölkerung ist sehr gastfreundlich, spricht mehrheitlich ein ausgezeichnetes Englisch und vor allem die Kinder gehen offen auf jeden Gast zu.  Die Hotels sind sehr in Ordnung, auch wenn ein iranisches 5* Haus nicht dem Standard eines europäischen entspricht.
  • Die Küche ist vielfältig und hält für jeden etwas bereit. Der gänzliche Verzicht auf Alkohol ist für Europäer sicher ungewohnt, und kann nur mit alkoholfreiem Bier ausgeglichen werden. Leider - und das ist wirklich der einzige Minuspunkt  - gibt es in den Restaurants oft nur entweder Tee oder Wasser, während es wirklich gute frische Obstsäfte nur in eigenen kleinen Cafes gibt.
  • Bekleidungsvorschriften sind eine Tatsache, und es mutet vorab etwas mühsam an, ständig Arme und Beine bedeckt zu haben und auch immer ein Tuch über den Kopf zu tragen, allerdings findet man sich damit unglaublich schnell ab, vor allem wenn man wie die Iranerinnen das Tuch als modisches Accessoire betrachtet und schick drapiert ? 
  • Für uns alle war diese Reise aufgrund der unglaublichen Schönheit der Bauwerke, der Freundlichkeit der Menschen und der perfekten Organisation ein großartiges und nachhaltiges Erlebnis, über das wir immer noch gerne und mit viel Sehnsucht sprechen!