Reisebericht von Sitasma Michel

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Da SITA seit Februar 2015 auch ein Büro in Sri Lanka hat und STR Destination Handling SITA in Sri Lanka seit dem 01.10.2015 vertritt, war es natürlich wichtig, dass ich die Insel persönlich kennen lerne, um mit eigenen Augen zu sehen, ob sie wirklich so wunderschön ist, wie es mir viele Freunde und Bekannte bereits gesagt haben. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Ich möchte diesen Report mit ein paar allgemeinen Fakten über Sri Lanka beginnen. Die beste Reisezeit ist Dezember bis März, wobei Sri Lanka aber eigentlich ein Ganzjahresziel ist, da sich der Monsun hier auf 2 Gebiete aufteilt (Ostküste: Oktober bis Januar, Südküste und Südwestküste: Mai bis August). Generell kann man sagen, dass das Wetter in Sri Lanka schwer vorherzusagen ist und es immer mal wieder zu plötzlichen Regenfällen kommen kann. In Sri Lanka sind viele unterschiedliche Ethnien und Religionen zu Hause. Die meisten Einheimischen sind Buddhisten (ca. 60%), doch auch Hindus, Christen und Muslime sind hier zu einem recht großen Anteil anzutreffen. Die größte ethnische Gruppe sind die Singhalesen, gefolgt von indischen und Sri Lanka Tamilen. Die Amtssprachen sind demzufolge auch Sinhala und Tamil.
Die Visumbeschaffung war sehr einfach. Hier kann man den Visumsantrag ohne Probleme stellen und innerhalb von 24 Stunden hatte ich das Visum in meinem Posteingang. Die Kosten haben sich auf US $ 30 belaufen. Der Flug mit Sri Lankan Airlines war auch schnell gebucht und am 4.11.2015 ging es dann auch schon von Frankfurt aus los.

Tag 1: Colombo - Habarana

Sri Lanka ElefantenNach einem Direktflug von ca. 10 Stunden habe ich Colombo am Morgen des 5.11.2015 erreicht. (FRA 14:20 – CLB 04:35) Ich wurde von unserem Fahrer/Guide und meinem Kollegen Sujith am Flughafen empfangen und wir sind zu einem Hotel in Flughafennähe gefahren, um dort meine Kollegin Constance zu treffen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann sofort weiter nach Habarana. Die Fahrt dauerte ca. 5 Stunden und wir haben zwischendurch in einem sehr netten Restaurant Pause gemacht. Nach der Ankunft sind wir in den Kaudulla Nationalpark gefahren. Kaudulla, Minneriya und Habarana Eco Park sind 3 benachbarte Nationalparks und die Gäste werden immer dorthin gebracht, wo zu diesem Zeitpunkt die beste Chance besteht, die wildlebenden Elefanten zu sehen. Die Safaris dauern in der Regel 3 Stunden. Die Landschaft war wirklich wunderschön – sehr grün und ruhig. Die Elefantenherden haben das ganze Erlebnis noch atemberaubender gemacht.

Sri Lanka Berg

Tag 2: Habarana – Sigiriya – Habarana – Polonnaruwa – Habarana

Am Morgen haben wir den Aufstieg des Sigiriya Felsens auf uns genommen. Mehr als 1000 Stufen bei 30° im Schatten. Es war sehr gut, dass wir den Aufstieg morgens gemacht haben, da es nachmittags sehr voll und sehr heiß dort werden kann. Der Felsen wurde damals als Palast für den herrschenden König gebaut und nach dessen Tod als Buddhistisches Kloster genutzt. Die Anstrengung war es auf jeden Fall Wert. Oben angekommen kann man sich entspannen und die wunderschöne Aussicht genießen.

Sri Lanka Als wir wieder runtergeklettert sind, ging es nach diversen Hotelbesichtigungen weiter zu einer Village Tour in Habarana. Diese Tour bestand aus: einem leckeren landestypischen Mittagessen, traditionell in Tontöpfen ohne Strom zubereitet und auf Bananenblättern serviert, einer Kutschfahrt, einer Bootsfahrt auf dem anliegenden See mit anschließender Kochvorführung mit selbst angebauten Produkten auf einem Hof auf der anderen Seite des Sees. Meiner Meinung nach kann man die Kutschfahrt rauslassen, da ich nicht von einer artgerechten Haltung der Bullen überzeugt bin. Es gibt auch die Möglichkeit, das Dorf zu Fuß oder mit dem Tuk Tuk zu erkunden. Das Programm kann je nach Kundenwunsch auch variiert werden. 

Der letzte Punkt des Tages war die Fahrt nach Polonnaruwa. Die Stadt war einst die Hauptstadt von Sri Lanka und die verlassene Altstadt wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Hier gibt es ein Museum und man kann bei schönem Wetter einen Spaziergang entlang der architektonischen Meisterwerke machen, die in der Altstadt noch zu bestaunen sind. Von dort aus ging es wieder zurück nach Habarana, wo wir den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen ließen.

Tag 3: Habarana – Dambulla – Matale – Kandy

Heute ging es los mit der Besichtigung der Dambulla Caves, auch Goldener Tempel genannt. Dieser Tempel ist der am besten erhaltene Höhlentempel in Sri Lanka und beherbergt 153 Buddha Statuen. Sri Lanka TempelMan muss darauf achten, dass man sich NIEMALS vor einer dieser Statuen fotografieren lässt, da dies mangelnden Respekt der Religion gegenüber ausdrücken würde. Auch hier ist der Aufstieg recht anstrengend, da es auch wieder mehrere hundert Stufen zu erklimmen gilt, was aber absolut empfehlenswert ist

Als nächstes ging unsere Tour weiter zu einem Großmarkt für Früchte und Gemüse, was nicht ganz so lohnenswert war, da zu dem Zeitpunkt, an dem wir ankamen, lediglich LKWs ausgeladen wurden und man nicht viel sehen konnte. Nachmittags bis abends ist es sicher ein Erlebnis, zu sehen, wie die Verhandlungen über Bananen, Mangos etc. ablaufen.

In Matale haben wir dann in einer Gewürzplantage angehalten und dort eine Führung durch die vielen verschiedenen Gewürze erhalten mit einer anschließenden Präsentation über die einzelnen medizinischen Wirkungen der Gewürze. Für Gruppen kann man hier auch noch eine Kochvorführung mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen des Gekochten organisieren.
Danach ging es weiter zu einer Batikfabrik, in der Kleidung nach traditioneller Art und Weise hergestellt wurden. Dieser Programmpunkt war nicht sonderlich lohnenswert, aber wenn Kunden daran interessiert sind, kann man es durchaus anbieten.
Endlich in Kandy angekommen sind wir erst einmal in einem der lokalen Restaurants Mittagessen gegangen (White House – sehr empfehlenswert). Kandy ist eine sehr große und belebte Stadt. Von hier aus kann man einige Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die meisten Hotels liegen etwas erhöht auf einem Hügel gelegen, von wo aus man einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt im Tal hat. Nach dem Mittagessen sind wir in einen Juweliershop gegangen, da Sri Lanka sehr berühmt für seine Juwelen, vor allem den blauen Saphir, ist. Hier haben wir ein kurzes Video über die Produktion von den kostbaren Steinen erhalten und konnten uns danach noch im Shop umsehen, ohne zum Kauf animiert zu werden, was für uns sehr angenehm war. Zumal die Preise der Juwelen unser Budget dann doch leicht überstiegen hätten.
Den Abend haben wir dann bei einer kulturellen Tanzshow ausklingen lassen, für die Kandy sehr bekannt ist.

Tag 4: Kandy – Nuwara Eliya

Am Morgen des 4. Tages haben wir zuerst den Zahntempel und hier die Morgenzeremonie besucht. Der Legende nach wird hier ein Zahn von Buddha aufbewahrt und Kandy ist gerade aufgrund diesesSri Lanka Buddha Tempels zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden. Von außen ist der Tempel ziemlich heruntergekommen und nicht besonders schön. Aber innen gibt es zahlreiche wunderschöne Gemälde. Die Zeremonie war kurz, aber sehr spirituell. Es gibt jeweils 2 Zeremonien am Tag, an denen jeweils ein Blick auf den Zahn geworfen werden kann.

Danach haben wir uns auf den Weg nach Nuwara Eliya gemacht. Die Stadt liegt erhöht auf einem Hügel, weshalb hier die Temperaturen etwas kühler sind. Der Weg dorthin führte uns vorbei an einem botanischen Garten, für dessen Besuch wir leider keine Zeit mehr hatten, und einer Teeplantage (Mackwoods), bei der wir einen kurzen Stopp eingelegt haben. Hier wird Tee hergestellt und wir konnten den gesamten Vorgang beobachten. In einem kleinen Café konnten wir uns bei einem leckeren Glas frischem Tee und einem Schokoladenkuchen erholen.
Der Weg führt dann noch vorbei an einem Wasserfall (Ramoda Falls) und bietet im Allgemeinen auch wunderschöne Aussichten in die grüne Landschaft.

Insgesamt muss man für die Fahrt von Kandy nach Nuwara Eliya ca. 3 Stunden einplanen (ohne Zwischenstopp). Nach unserer Ankunft haben wir in einem lokalen Restaurant zu Mittag gegessen und haben die Stadt erkundet. Leider hat es ziemlich geregnet und es war im Gegensatz zu Kandy wirklich kühl dort. Hier ist es empfehlenswert, eine leichte Jacke oder einen Pullover einzupacken. In den Hotelzimmern gibt es auch überall eine Heizung, was im Rest des Landes eher untypisch ist. Die Stadt ist aber im Allgemeinen sehr sehenswert.


Tag 5: Nuwara Eliya – Ella – Udawalawa – Mirissa – Weligama – Unawatuna – Galle

Auf dem Weg von Nuwara Eliya haben wir einige Stopps an touristisch mehr oder weniger gut erschlossenen Orten gemacht. Hier ein kleiner Überblick:
Ella: Ella ist eine niedliche kleine Stadt, die viele Gästehäuser und kleine Hotels bietet. Die Stadt ist definitiv eher für Backpacker geeignet, da es auch viele kleine Restaurants gibt und es eine gute Basis zum Trekking und Rafting ist. Der „little Adams peak“ ist auch ganz in der Nähe.

Udawalawa: Der Nationalpark Udawalawa wurde errichtet, um die Tierwelt in der Region zu erhalten. Gerade exotische Wasservögel und Elefanten können hier in großer Vielfalt beobachtet werden. Vergleichbar mit dem Nationalpark in Minneriya.
Danach sind wir entlang der kilometerlangen Küste einige der bekanntesten Badeorte abgefahren:

Sri Lanka StrandMirissa: Mirissa wird auch als „surfer’s paradise“ bezeichnet. Der Strand ist sehr schön und die Wellen sind ein Traum jedes Surfers. Dementsprechend ist das Gebiet auch nicht gerade empfehlenswert für Familien, da das Meer doch sehr wild werden kann. Da Mirissa eher eine Backpacker Destination ist, gibt es hier auch wenige hochklassige Hotels. Aber die kleinen Gästehäuser haben alle ihren eigenen Charme. Außerdem gibt es hier viele kleine Restaurants und Cafés. Hier entstehen derzeit auch viele große Hotels, da sich diese Region derzeit im Umbruch befindet.

Weligama: Weligama ist nicht ganz so stark besucht wie Mirissa, doch ist auch hier das Meer sehr gut für Surfer geeignet, da die Wellen ziemlich hoch sind. Aus diesem Grund ist auch Weligama als Badedestination nicht optimal für Familien mit Kindern.

Unawatuna: Dieser Ort ist bestens geeignet für einen Strandurlaub mit der ganzen Familie. Das Meer ist ruhiger als in Weligama und Mirissa und es gibt viele kleine schöne Restaurants und Cafés an der Küste. Ansonsten ist der Ort, gerade in der Nebensaison, sehr ruhig.
Nachdem wir die Küstenstraße verlassen haben sind wir nach Galle und dort nach Galle Fort gefahren. Galle Fort wurde 1588 von den Portugiesen errichtet und von den Holländern im 17. Jahrhundert übernommen. Die Bauten sind hier im portugiesischen und holländischen Stil. In kleinen Gassen findet man stilvolle und moderne Geschäfte und Restaurants. Galle Fort wurde auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Dieser Ort war mein absolutes Highlight während meiner Reise durch Sri Lanka, da er einfach so wunderschön ist und eine tolle Atmosphäre erzeugt. Unser Abendessen haben wir dann auch in einem der kleinen Eckrestaurants eingenommen (Pedlar’s Inn Café). In Galle gibt es auch viele tolle Hotels, die teilweise direkt am Meer liegen und tolle Ausblicke bieten.

Tag 6: Galle – Hikkaduwa – Kosgoda – Bentota – Colombo

Unser letzter Tag begann mit der Fahrt nach Hikkaduwa. Dieser Ort ist auch gut geeignet für Familien, da die Wellen am Strand nicht ganz so hoch sind. Hier kann man auch gut tauchen und es gibt Sri Lanka Schildkröteneinige Tauchanbieter.
Sri Lanka WasserfallWeiter ging es nach Kosgoda, wo wir das „Turtle Conversation and Research Center“ besucht haben. Diese Turtle Farm existiert seit 1978. Hier werden zum einen die Eier der Schildkröten ausgebrütet, damit sie nicht am Strand von anderen Tieren gefressen werden. Die Babys werden dann nach 3 Tagen zurück ins Meer entlassen, wenn sie stark genug sind, um alleine zu überleben. Zum anderen werden hier verletzte und behinderte Schildkröten aufgenommen, die in der Wildnis nicht mehr überleben könnten, zum Beispiel solche, die sich in Fischernetzen verfangen haben und ein Bein verloren haben. Diese können hier weiterleben und werden gut gepflegt. Diese Schildkrötenfarm liegt an einem wunderschönen Strand, an dem man auch sehr gut schwimmen gehen kann.

Nach dem Besuch der Schildkrötenfarm ging es weiter nach Bentota. Hier gibt es den ältesten touristischen Strand und der Tourismus ist hier schon seit 25 Jahren intakt. Viele Besucher kommen seitdem jedes Jahr hier her und genießen den schönen Strand mit dem ruhigen Meer. In Bentota Bay werden viele Wassersportmöglichkeiten angeboten.
Als nächstes ging es zurück nach Colombo, von wo aus es nach einem leckeren Abschiedsessen zurück nach Deutschland ging. Der Flug mit Sri Lankan Airlines startete um 1:00 in Colombo und landete um 7:25 in Frankfurt/Main.

Mein Fazit: Sri Lanka ist eine wunderschöne Insel und hat alles zu bieten, was das Herz begehrt. Es ist die perfekte Mischung aus Kultur und Natur, die einen Urlaub hier so perfekt machen.

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